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Frauenalb 1802 bis 1853: Spielball der Spekulanten

In der ersten Hälfte des 19. Jahunderts standen diverse Versuche einer gewerblichen Nutzung des ehemaligen Klosterareals sowie die administrative Zuordnung der gleichnamigen Ansiedlung im Vordergrund. Dabei waren sämtliche zwischen 1803 und 1819 gestarteten Unternehmungen (u.a. eine Spinnerei und Weberei, eine Lackwarenfabrik, eine Wollmanufaktur) in der ehemaligen Kirche und im Konvent zum Scheitern verurteilt, wobei die Gebäude erste größere Schäden nahmen.

Im April 1819 verkaufte Großherzog Ludwig die Staatsdomäne Frauenalb an eine Investorengruppe um den Karlsruher Baumeister Joseph Berckmüller für 25.000 Gulden und gliederte die künftige Stabhalterei Frauenalb an den kleinen Ort Schielberg an.

Ebenfalls im Jahr 1819 wurden – bis auf Kirche und Konvent – sämtliche anderen Gebäude und Liegenschaften von den Investoren an Privatpersonen weiter verkauft, die in Frauenalb ihr Auskommen suchten. Als 1835/36 der Karlsruher Finanzrat Heinrich Ehrmann Kirche, Konvent und weitere Gebäude erwarb, kam es zur Gründung einer Tuchfabrik und einer Brauerei, die bis 1842 bzw. 1852 dort produzierten. Die auf Aktien basierenden Unternehmen konnten aufgrund der abgeschiedenen Lage Frauenalbs, der mangelhaften Verkehrswege sowie der allgemein schwierigen finanziellen Lage im Großherzogtum nicht lange existieren. Zu letzt fiel nahezu die gesamte ehemalige Klosteranlage im Mai 1853 einem großen Brand zum Opfer.

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